Hier finden Sie einige Stimmen zum
Schulkonzept.
Über weitere befürwortende Stimmen würden wir uns sehr freuen!
Schreiben Sie uns doch kurz
Ihre Meinung zum Schulkonzept!
Sandra Stockem,
Diplom-Pädagogik - arbeitet seit 5 Jahren als
Übungs- und Jugendleiterin mit Kindern aller Altersklassen
Sehr geehrte Frau Lenzen-Liedtke,
in meine Augen ist das Konzept nach dem sie diese Schule aufbauen wollen
ein guter Weg um aus der momentanen Bildungmisere heraus-zukommen.
Tragisch ist daran das sie wahr-scheinlich auch herausstechen werden, da
ihre Schule bis jetzt eine der wenigen Schulen ist die sich Gedanken
darüber macht wie sie die Schule von heute Schüler- und Lehrergerechter
machen kann.
Gerade das Zusammenleben und natürlich
auch Lernen von Lehrern und Schülern wird in den meisten Schulen eher als
Machtbeziehung gesehen. Ich finde es daher sehr gut das ihre Lehrer als
Ansprechpartner fungieren sollen die auch außerhalb
des Unterrichts mit den Schülern etwas anzufangen wissen, und sie nicht
nur als Mittel zum Zweck des Geldverdienens sehen.
Auch die Begegnung mit älteren Menschen
finde ich für Kinder und Jugendliche wichtig, da sich aus deren
Erfahrungen und Fähigkeiten manchmal
wahrscheinlich mehr und vor allem "Lebensnaher" lernen lässt als von
Lehrern :-). Ich kann aus eigenen Erfahrungen während der Schulzeit und
den Berichten befreundeter Lehrer sagen, dass das Schulgebäude eine große
Rolle dabei spielt ob die Schüler gerne zur Schule gehen oder nicht. Die
Schule nachmittags als einen "Ort der Begegnung" zu öffnen an dem nicht
nur gelernt wird, wird mit Sicherheit dazu beitragen, dass die Schüler
sich nicht genötigt fühlen die Schule zu besuchen.
Besonders hervorzuheben finde ich jedoch
die kleine Klassengröße bei der es den Lehrern möglich sein wird auf jeden
einzelnen Schüler einzugehen und so auch persönliche Probleme zu erkennen
und bei diesen zu helfen. In geringer Klassengröße ist dann auch der
Schritt vom Frontalunterricht hin zur Projektarbeit und somit dem
wirklichen miteinander arbeiten kein Problem mehr. Ich wünsche ihnen das
alle diese guten Dinge zu ihrer und zu der Zufriedenheit der Schüler
durchgesetzt werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Sandra Stockem
Anja Kolberg, staatlich geprüfte
Betriebswirtin, Fachautorin und Frauencoacherin,
www.frauen-coaching.de
Sehr geehrte Frau Lenzen-Liedtke,
ich kann nur aus meiner Sicht schreiben: Ich hätte mir als Kind genau eine
solche Schule gewünscht. Eine Schule, in der ich mitreden darf, in der
nichts vordiktiert wird, in der lebendiger Unterricht stattfindet und ich
zur Selbstverantwortung erzogen werde. Auch finde ich gut, dass ältere
Menschen mit einbezogen werden, denn dort liegt wertvolles und erlebtes
Wissen, das aus erster Hand, statt aus Geschichtsbüchern an die Kinder
weiter gegeben werden kann.
Ebenso befürworte ich den medialen Unterricht. Jeder Mensch kann hellhören,
hellsehen, hellfühlen. Haben Sie schon einmal eine Phantasiereise oder
Meditation gemacht, zum Beispiel zu einer blühenden Sommerwiese? Nun, wenn
Sie darin Bilder z.B. der Wiese und der Blumen sehen, dann können Sie
hellsehen. Wenn Sie Vogelstimmen hören, sind Sie hellhörig. Und vielleicht
haben Sie auch schon einmal das Gefühl erlebt, in einen Raum zu kommen, wo
Sie direkt spüren, dass eine schlechte Stimmung ist, ohne das etwas gesagt
wird. Das ist es schon, nicht mehr,
nicht weniger. Völlig bodenständig und nicht abgehoben. Es sind
Fähigkeiten, die uns allen in die Wiege gelegt sind, allerdings mit der
Zeit verkümmerten. Durch die LL-Gesamtschule kann es bei Kindern gefördert
und weiter entwickelt werden. Und ich sehe diese Fähigkeiten als eine
enorme Bereicherung für unsere Gesellschaft.
Mit freundlichen Grüßen
Anja Kolberg
Regina Wagner, Dipl.-Sozialpädagogin/Anti-Aggressivitäts-Trainerin und
Coolness-Trainerin®
Sehr geehrte Frau Lenzen-Liedtke,
Mit großem Interesse habe ich Ihr Schulkonzept gelesen und finde in Ihrer
Grundüberzeugung und dem von Ihnen vermittelten Menschenbild die Inhalte
meiner eigenen Arbeit wieder.
Ich arbeite seit Jahren mit Kindern und Jugendlichen, die durch
Auffälligkeiten im emotionalen und sozialen Bereich professionelle Hilfe
benötigen. Über 10 Jahre hinweg, habe ich eine Wohngruppe geleitet, in der
Kinder und Jugendliche mit diesen Auffälligkeiten untergebracht wurden.
Meine Grundüberzeugung in dieser Arbeit war und ist, dass die Kinder in
ihren „Auffälligkeiten“ einen Spiegel darstellen, der uns, sprich der
Gesellschaft, die Möglichkeit bietet, in diesen Spiegel zu schauen, um
unsere eigene Wahrnehmung von „Auffälligkeiten“ zu überdenken und
gemeinsam zu lernen.
Gemeinsam zu Lernen, heißt für mich „Jeder Mensch ist gut so wie er ist
und er bietet mir in seiner Art, die Möglichkeit mich selbst
weiterzuentwickeln“!
In der sozialen Arbeit steht leider noch immer der Gedanke die „Symptome“,
sprich die Auffälligkeiten zu verändern im Mittelpunkt der Arbeit. Kinder
die sich nicht norm und regelgerecht verhalten, werden ausgegrenzt und zu
Problemkindern degradiert. Daraus ergibt sich weder für Eltern, noch für
Schule und schon gar nicht für Gesellschaft die Notwendigkeit ihre eigenen
Systeme zu überdenken und gegebenenfalls zu verändern.
Seit drei Jahren arbeite ich jetzt in einer Schule für Erziehungs- u.
Lernhilfe. Hier liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit in der Beratung von
Lehrern und Eltern. In vielen Beratungsfällen ist es durch meine
Grundüberzeugung bereits gelungen den Blick von den Symptomen auf den
eigentlichen Hindergrund der Auffälligkeiten zu lenken und damit ein für
alle Beteiligten guten Weg aus der Krise zu entwickeln. Kinder zeigen in
ihren Auffälligkeiten in einer zum Teil „natürlichen“ Art und Weise die
Fehler eines bestehenden Systems auf. Damit können die gezeigten
Auffälligkeiten unter einem sehr positiven Aspekt betrachtet ein Gewinn
für alle Beteiligten werden.
Es gelingt durch eine sehr intensive Arbeit den Blick von den
„scheinbaren“ Defiziten hin zu einer durch Stärken geprägten
Persönlichkeit zu finden.
Durch das Entwickeln von alternativen Verhaltensweisen können alle
Beteiligten erstmals für sich eine Bereicherung in der Krise sehen.
Nach dem Motto „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ können die Beteiligten
die entstandenen Probleme als Notwendigkeit betrachten, die erforderlich
war, um eine neue Sichtweise zu erlangen.
Kein Mensch hat das Recht die Umwege eines anderen Menschen zu bewerten.
Jeder Mensch darf und muss Umwege gehen, um die für sein Leben notwendigen
Dinge zu erfahren.
In Ihrem Schulkonzept finde ich genau diesen Gedanken verankert. Sie
ermöglichen jedem Kind die individuelle Entwicklung seiner eigenen
Stärken, die es ihm ermöglicht zu einer gefestigten und starken
Persönlichkeit zu reifen, mit dem eigenen Anker in sich selbst.
Ich wünsche Ihnen bei der Umsetzung viel Erfolg und weiß um den Reichtum
der hinter dieser Arbeit steckt!
Mit freundlichen Grüßen
Regina Wagner
Liebe Fr. Lenzen- Liedtke,
Mit großer Freude habe ich von der Planung ihrer Schule für Indigo-Kinder
gelesen und bin von ihren Konzept total begeistert. Wie sehr würde ich mir
solch eine Schule für meinen Sohn wünschen.
Es ist einfach an der Zeit, umzudenken, denn die Gesellschaft verändert
sich, die Kinder verändern sich, nur unser Schulsystem bleibt. Ich selbst
habe mit zwei Kindern an verschiedenen Schulen viele negative Erfahrungen
machen müssen, Erfahrungen, die mich selbst schmerzten und hilflos
machten. Ich merkte immer, meinen Kindern geht es nicht gut, ich möchte
ihnen so viel ersparen, sie dem nicht aussetzen!! Aber wir wohnen hier am
Land und die Auswahl der Schulen ist nicht groß , und gleichzeitig wäre
dann noch das Problem der Beförderung.
Bei meinem Sohn versuchen wir es nun an einer Montessorischule, aber auch
da ist oft nicht genug Verständnis für das Anderssein meines Sohnes
vorhanden. Ich selbst bin "Dauergast" in der Elternsprechstunde und kann
so nur immer wieder um Verständnis bitten und versuchen, die andere
Denkweise meines Sohnes zu erklären.
Er hat im Laufe der Zeit durch dieses "Unverständnis" Verhaltensmuster
entwickelt, die die Lehrkräfte und auch Mitschüler als störend empfinden.
Er ist inzwischen in einem Kreis, der nicht mehr so leicht zu durchbrechen
ist . Dies hätte sicherlich durch eine pädagogisch gut durchdachte, und
für Indigo - Kinder geeignete Schule verhindert werden können.
Ich wünsche mir sehr, dass sie mit ihrem Vorhaben Erfolg haben. Damit wäre
ein Schritt in die richtige Richtung gemacht und viele Kinder könnten
Morgens ohne "Bauchschmerzen" zur Schule gehen. Unsere Kinder sind doch
das Wertvollste das wir haben. Sie sind unsere Freude und unsere Zukunft,
warum müssen wir so viel "Ungutes" mit ihnen geschehen lassen!
Liebe Fr. Lenzen-Liedtke, kämpfen Sie weiter für ihre Schule und finden
Sie Pädagogen, die fähig sind, mit Kindern in Liebe und Verständnis
umzugehen.
Mit freundlichem Gruß
Carola Hannweg-Kress |